Wahlen: Stichwahl in Brasilien – Lula gegen Bolsonaro-Sohn Flávio
Nach Auszählung fast aller Stimmen liegt Lula hauchdünn hinter seinem Kontrahenten. Doch für eine Mehrheit reicht das Ergebnis von keinem von beiden.
Die Präsidentenwahlen in Brasilien werden entschieden zwischen dem sozialistischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und dem rechten Senator Flávio Bolsonaro, Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro. Beide Kandidaten haben bei der ersten Wahlrunde weniger als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten und werden deshalb in einer Stichwahl am 25.
Oktober entschieden. Bei den 159 Millionen Brasilianern, die zur Wahl auffordert, scheinen Lula mit etwa 44,6 Prozent und Flávio Bolsonaro mit etwa 47,4 Prozent vorzuziehen. Lula, der seit 2023 an der Regierung ist, fördert Sozialprogramme, öffentliche Investitionen und eine stärkere staatliche Rolle, während Flávio Bolsonaro für eine schlankere Regierung, Ausgabenkürzungen und eine härtere Kriminalitätsbekämpfung eintritt.
Der Wahlkampf zeichnet sich durch eine starke Polarisierung aus und hat auch die Beziehungen zu den USA beeinflusst.
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