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Ost-Wirtschaft: IW: Osten holt wirtschaftlich seit Jahren nicht mehr auf

Die wirtschaftliche Angleichung zwischen Ost und West geht kaum mehr voran. Seit fünf Jahren verharrt Ostdeutschland bei knapp unter 80 Prozent des Westniveaus.

Ost-Wirtschaft: IW: Osten holt wirtschaftlich seit Jahren nicht mehr auf

Die ostdeutsche Wirtschaft steht seit mehr als drei Jahrzehnten hinter der westdeutschen hinterher, und der Abstand ist seit Jahren nicht kleiner. Im Jahr 2025 erreichten die fünf ostdeutschen Flächenländer knapp 79 Prozent des Westniveaus, verglichen mit 78 Prozent im Vorjahr. Seit 1991 hat der Osten kräftig aufgeholt, doch seit fünf Jahren ist der Aufholprozess ins Stocken geraten.

Der Wert hat sich seit 2020 zwischen 78 und 79 Prozent gehalten und erreicht noch keine 80-Prozent-Marke. Der IW-Einheitsindex, der den wirtschaftlichen Aufholprozess abbildet, berücksichtigt neben der Wirtschaftsleistung je Einwohner auch Produktivität, Kapitalstock, den Anteil hochqualifizierter Forscher in der Forschung und Entwicklung, die Erwerbsbeteiligung und die Arbeitslosenquote.

Die IW-Experten identifizieren Probleme vor allem im Forschungsbereich, wo der Osten nur etwa 46 Prozent des Westniveaus erreicht. Die Erwerbsbeteiligung ist bei den Ostdeutschen gesunken und liegt 2025 bei etwa 85 Prozent des Westniveaus. Investitionen stagnieren, und der Kapitalstock ist seit fünfzehn Jahren nur wenig angewachsen.

Die Bevölkerung im Osten ist nach IW-Prognose bis 2045 im Szenario ohne Zuwanderung um mehr als ein Fünftel geschrumpft, was deutlich stärker ist als im Westen. Die Notwendigkeit, erfahrene Arbeitnehmer länger im Job zu halten, wird von den IW-Experten hervorgehoben, da die westliche Offenheit für Zuwanderung für die ostdeutsche Wirtschaftskrise eine trübliche Perspektive bedeutet.

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