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Präsidentschaftswahl: Lula gegen Bolsonaro: Wie nah rückt Brasilien in Zukunft an Washington heran?

Brasilien wählt am 4. Oktober einen neuen Präsidenten. Der Urnengang ist auch ein außenpolitischer Richtungsentscheid – das Ergebnis könnte Europa unter Druck bringen.

Präsidentschaftswahl: Lula gegen Bolsonaro: Wie nah rückt Brasilien in Zukunft an Washington heran?

Am 4. Oktober wählt Brasilien einen neuen Präsidenten, wobei der bisherige Präsident Lula da Silva und sein rechtspopulistischer Nachwuchsflavio Bolsonaro, Bruder von ehemaligem Präsidenten Jair Bolsonaro, als führende Kandidaten in den Umfragen stehen. Die Wahl bestimmt, wie Brasiliens Beziehungen zu den USA, China und Europa in den nächsten vier Jahren aussehen werden.

Lula und Bolsonaro repräsentieren deutlich unterschiedliche Politikansätze, wobei Lula ein multilateraler Sozialdemokrat ist, während Bolsonaro eine liberalere und proamerikanische Politik verfolgt. Die beiden Kandidaten haben in den letzten Wochen unterschiedliche Bilder in der Präsenz von Präsident Trump gezeigt. Lula, zurückgelehnt und selbstbewusst, sprach mit Trump über Strafzölle, die die USA Brasilien auferlegt hatten.

Bolsonaro hingegen zeigte sich begeistert und grinsend in Trumps Anwesenheit. Die Wahl beschließt nicht nur die politische Zukunft Brasiliens, sondern hat auch weitreichende Konsequenzen für die Region und die Welt. Brasilien ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der westlichen Hemisphäre und ein globales Schwergewicht in vielen Branchen.

Die Wahl wird auch beeinflussen, welche politische Richtung das größte Land Lateinamerikas verfolgt, angesichts der weitverbreiteten Rechtslinks-Stimmung in der Region. Neben dem Präsidentenwahlkampf werden auch alle 27 Gouverneure, die Abgeordneten und zwei Drittel der Senatoren gewählt. Lula und Bolsonaro haben unterschiedliche außenpolitische Ansichten, die Brasilien und die Welt in vielerlei Hinsicht beeinflussen könnten.

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