Einzelhandel: Warenhauskette Galeria stellt abermals Insolvenzantrag
Die bislang letzte Insolvenz liegt erst gut zweieinhalb Jahre zurück. Nun ist Galeria wieder in finanzielle Not geraten. Ob die Beschäftigten Insolvenzgeld erhalten, ist unklar.
Die Warenhauskette Galeria hat einen weiteren Insolvenzantrag beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Das Unternehmen betreibt derzeit 83 Filialen, deren Betrieb vorerst fortgesetzt werden soll. Galeria erklärt, dass der Insolvenzantrag dazu dienen soll, die aktuelle Situation zu ordnen, den Betrieb zu stabilisieren und eine nachhaltige Zukunft zu sichern.
Die genaue Zahl der zu schließenden Standorte ist jedoch unklar. 12.000 Mitarbeiter wurden am Freitagvormittag informiert, um ihre Arbeitsplätze zu sichern. Es ist unklar, ob und welche Standorte geschlossen werden müssen und ob die Beschäftigten Insolvenzgeld erhalten. Das Amtsgericht Essen hat die Planüberwachung für Galeria bisher nicht aufgehoben.
Im Juni hatte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit gesagt, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit keine neuen Insolvenzgelder geben würde, wenn ein Unternehmen weiterhin in der Planüberwachung stehe. Die Zahlungsunfähigkeit aus dem vorherigen Insolvenzfall sei jedoch nicht mehr fortbestehen. Das Gesamtbetriebsrat von Galeria hat sich zunächst nicht geäußert.
Die Handelsexperte fordern eine schnelle Aufklärung, wie es für die 12.000 Mitarbeiter weitergehen soll.
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