Infomaniak geht als erste Schweizer IT-Firma seit Jahren an die Börse – und setzt dabei auf chinesische Technologie
Der Genfer-Cloud Anbieter will «ethisch» sein und die digitale Souveränität der Schweiz verteidigen. Gleichzeitig nutzt er ein Open-Source-Modell aus China. Wie passt das zusammen?
Der Genfer IT-Dienstleister Infomaniak geht in Zürich an die Börse, das erste Schweizer IT-Unternehmen seit Jahren. Die Firma präsentiert sich als "ethisch" und verteidigt die digitale Souveränität der Schweiz. Es nutzt ein Open-Source-Modell aus China, was zu Widersprüchen führt. Während Infomaniak die Überwachungskameras von Hikvision in seinem Datenzentrum akzeptiert, wurde ihr generative KI zunächst Propaganda der Kommunistischen Partei Chinas wieder.
Die Firma hat rund 350 Mitarbeiter und etwa 300.000 zahlende Kunden. Ihr Umsatz belief sich im letzten Jahr auf rund 54 Millionen Franken, mit jährlichen Zuwachsraten von etwa 15 Prozent. Infomaniak plant, sein drittes Datenzentrum in Bulle zu eröffnen.
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