Urgent.News

What's breaking now, across thousands of outlets.

Business

Luxusklasse: Diese Zwölfzylinder haben überlebt

Zwölf Zylinder waren das Maß der Dinge im Motorenbau. Doch Abgasgesetze und die Elektrifizierung haben den V12 fast ausgerottet. Ein paar Hersteller halten dem feinen Dutzend die Treue.

Luxusklasse: Diese Zwölfzylinder haben überlebt

Zwölfzylinder-Motoren haben sich eine besondere Position im Automobilsport erspielt. Seit mehr als einem Jahrhundert gelten sie als Königsdisziplin, weil sie Kraft, Laufruhe und Souveränität in perfekter Balance vereinen. Vierzehn kleine Kolben arbeiten harmonisch zusammen, Vibrationen werden nahezu vollständig eliminiert und Leistung entsteht ohne Anstrengung.

Diese Motorart zog sich schon in der Luxuslimousine der Vorkriegszeit viele Ingenieure an, die von ihrer Perfektion schwärmen ließen. Ursprünglich dienten zwölf Zylinder mehr der kultivierten Reise als der Raserei, und mit jedem zusätzlichen Zylinder stieg sowohl die Leistung als auch das Prestige. Bis vor zwei Jahrzehnten waren diese Motoren in den Autos der oberen Klasse ein Muss, sogar bei Volkswagen gab es ein Modell mit einem Zwölfzylinder.

Doch dann veränderten sich die Zeiten. Downsizing durch Turbolader, strengere Verbrauchs- und Emissionsvorgaben sowie die Elektrifizierung des Automobilsektors machten Zwölfzylinder zu einer emotionalen Entscheidung anstatt einer technischen Notwendigkeit. Dennoch verlangen viele Klassiker nach diesem Motortyp, denn sie sind nicht nur ein Statement, sondern auch Teil der Marken-DNA.

Ferrari würde ohne seinen V12 ein Stück seiner Seele verlieren, Rolls-Royce wäre ohne ihn kaum der Inbegriff vollkommener Gelassenheit und Lamborghini hält den Zwölfzylinder fest, auch wenn er heute mit Elektromotoren zusammenarbeitet. Mercedes hat sein legendäres Zwölfzylinder für Europa verabschiedet und behält ihn nur noch für ausgewählte Exportmärkte und einen besonderen Kundenkreis.

Es ist also aus einer einst selbstverständlichen Motorengattung eine exklusive Seltenheit geworden. Wer heute noch einen neu gefertigten Zwölfzylinder kaufen möchte, benötigt nicht nur ein geschlossenes Konto, sondern auch den richtigen Wohnsitz. Hier sind fünf der letzten Zwölfzylinder zu finden: Der Flüsterkönig Rolls-Royce Phantom verfügt über einen 6,75 Liter großen V12-Biturbo mit 571 PS und 900 Newtonmetern Drehmoment.

Er schwindet nahezu lauschig von der Lagerradspur weg und ist eine majestätische Bestandsmarke. Ferrari 12Cilindri ist eine technische Rarität, die ihren Motor trotzdem frei saugend betreibt. Mit 830 PS und 9.500 Touren macht er einen eindrucksvollen Eindruck und ist mit rund 400.000 Euro preisgekrönt. Lamborghini Revuelto kombiniert ihren legendären 6,5-Liter-Saugmotor mit drei Elektromotoren und einem Plug-in-Hybrid-System, um eine Systemleistung von 1.015 PS zu erzeugen.

Er bleibt aber trotz aller Elektrifizierung der Star des Antriebs und zeigt, dass Hybridtechnik Verzicht nicht bedeutet. Aston Martin Vanquish behält seine legendäre 5,2 Liter große Biturbo-V12 bei 835 PS bei und prägt den Charakter seiner britischen Gran Turismo Autos.

Written by urgent.news from Handelsblatt's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.

Read the original at handelsblatt.com →

More in Business

More from Wednesday 30 September →