Berechnung zu Kreditwürdigkeit: Schufa verteidigt neuen Score gegen Kritik an Intransparenz
Unternehmen erhalten auf Wunsch zusätzliche Bonitätsdaten von der Schufa. Ist die Auskunftei weniger transparent als sie vorgibt? Die Schufa wehrt sich.
Die Kreditauskunftei Schufa ist mit Vorwürfen der Intransparenz konfrontiert worden, nachdem sie mit der Umstellung ihrer Bonitätsberechnungen im März 2023 neue, komplexere Score-Systeme eingeführt haben. Der NDR und die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichten, dass die Schufa ihre Verbraucher irreführend lediglich von einem zukünftig einfach nachvollziehbaren Score sprechen lassen würde, während sie bereits komplexe Scores für Firmenkunden wie Immobilienkredite anbietet.
Die Schufa stellt nun einen vereinfachten neuen Score vor, um den Vorwurf der "Blackbox"-Einstellung zu widerlegen. Für zwölf Kriterien gibt es bei diesem Score maximal 999 Punkte, wobei der Alter der ältesten Bankverträge und Kreditkarten ebenso relevant ist wie Zahlungsstörungen. Die Schufa verspricht, dass dieser neue Score zukünftig für etwa 80 Prozent aller Bonitätsscores relevant sein wird.
Ein Hypothekenscore wird ebenfalls angeboten, um den hohen Kreditbeträgen und langen Laufzeiten gerecht zu werden. Zusätzlich bietet die Schufa Banken und Unternehmen aggregierte Bonitätsinformationen an, die sie in ihre Risikomodelle einbinden können, jedoch bleiben die Verbraucher die einzigen, die Zugang zu ihren individuellen Daten erhalten.
Trotzdem betont die Schufa, dass ihre Score-Berechnungen nur ein Baustein bei der Kreditvergabe sind und endgültige Entscheidungen bei Banken und anderen Unternehmen liegen.
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