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Rüstung: Bundeswehr verzögert Verkauf von Mercedes-Werk an KNDS – Scheitert der Deal noch?

Der Autobauer will die Van-Fabrik in Ludwigsfelde abgeben, der Panzerbauer hat Interesse, sie zu übernehmen oder zumindest einen Teil der Produktionskapazitäten zu nutzen. Doch es gibt ein Problem.

Rüstung: Bundeswehr verzögert Verkauf von Mercedes-Werk an KNDS – Scheitert der Deal noch?

Die Verzögerungen bei dem potenziellen Verkauf der Mercedes-Benz-Werke in Ludwigsfelde an das deutsche Rüstungsunternehmen KNDS könnten zu einem Scheitern des Deals führen. Beide Unternehmen sind weitgehend einig darüber, dass Mercedes seine Van-Fabrik in der Nähe von Berlin verlassen möchte. KNDS interessiert sich für die Übernahme der Fabrik oder zumindest für den Einsatz eines Teils der Produktionskapazitäten.

Jedoch hängt der Deal von einer milliardenschweren Bestellung von Panzerfahrzeugen ab, die in der Bundeswehrplanung als "Arminius" bezeichnet wird. Bis jetzt ist diese Bestellung nicht erfolgt, und die Stückzahl bleibt unsicher. Wenn die Aufträge nicht den Erwartungen entsprechen, könnte KNDS nur eine erheblich geringere Zahl von Panzern herstellen und die Produktionskapazitäten von Mercedes benötigen.

KNDS hat den Deal von einer Bestellung von Radpanzern des Typs Boxer abhängig, die in einem Joint Venture mit Rheinmetall hergestellt werden sollen. Die Bundeswehr plant, zwischen 3000 und 5500 Boxer-Panzer im Gesamtwert von rund 25 Milliarden Euro zu beschaffen. Allerdings plant die Bundeswehr auch, bestimmte Fahrzeuge durch unbemannte Systeme zu ersetzen, was die Kapazitätsplanung der Panzerhersteller erschwert.

Mercedes sieht den Verkauf des Werks in Ludwigsfelde als beste Lösung, da es so die meisten Arbeitsplätze erhalten bleiben können. Die Beschäftigungsgarantie dort läuft Ende 2029 aus. Mercedes hofft auf eine schnelle Umsetzung der politischen Entscheidung und arbeitet eng mit KNDS zusammen.

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