Altersvorsorge: Wie sich der Riester-Nachfolger für Gutverdiener lohnen kann
In das Altersvorsorgedepot kann mehr eingezahlt werden, als für die Förderung notwendig ist. Im Ruhestand sind dann die Steuersätze niedrig – mitunter werden sie aber teuer bezahlt.
Der neue Altersvorsorgedepot, der den Riester-Nachfolger ersetzt, bietet gutverdienern ein attraktives Angebot. Ab dem 1. Januar 2027 profitieren nicht nur Angestellte, sondern auch Selbstständige und Beamte von staatlicher Förderung. Niels Nauhauser, Teamleiter Finanzen der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, geht davon aus, dass Vorstandsvorgesetzte besonders von Angeboten profitieren werden.
Das Altersvorsorgedepot bietet bis zu einem jährlichen Eigenbeitrag von 360 Euro pro gespartem Euro staatliche Förderung in Höhe von 50 Cent pro Euro. Sparbeträge von 361 bis 1800 Euro werden mit 25 Cent pro eingezahltem Euro gefördert, was zu insgesamt 540 Euro Förderung führt. Bei 1800 Euro pro Jahr entspricht dies einem Gesamtbetrag von 2340 Euro.
Ein zusätzlicher Steuervorteil gilt für höhere Einkommen. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent (ab einem Jahreseinkommen von 70.000 Euro) führt dies zu einer jährlichen Erstattung von 443 Euro. Bei 50 Prozent steigt diese Erstattung auf 630 Euro.
Experte Michael Huber erklärt, dass mit einer Rendite von 6,5 Prozent nach Kosten und Steuervorteil in 30 Jahren ein Vermögen von etwa 250.000 Euro entsteht. Sparer können auch über zwei Verträge hinweg 11.880 Euro pro Jahr ungefördert einzahlen, wenn sie die Fördergrenze von 1800 Euro nicht erreichen.
Die Steuern auf die Erträge fallen erst im Ruhestand an, wenn das Geld ausgezahlt wird. Das geförderte Teil wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert. Gutverdiener könnten im Ruhestand einen hohen Steuersatz zahlen, wenn sie zusätzlich Einkünfte aus Renten und anderen Altersversorgungsverträgen erzielen.
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