Die Schweizer Bildungslücke schrumpft – doch aus dem falschen Grund
Bei den Pisa-Studien rücken privilegierte und benachteiligte Kinder näher zusammen. Das klingt nach mehr Chancengerechtigkeit – ist aber nur die halbe Wahrheit.
Die Schweiz zeigt bei den Pisa-Studien Fortschritte bei der Verringerung der Bildungsdisparitäten zwischen Privilegierten und benachteiligten Schülern. Allerdings ist dieser Fortschritt auf einen Nachlassen der Leistungen von Schülern zurückzuführen, nicht auf tatsächliche Verbesserungen. Während die Leistungslücke zwischen privilegierten und benachteiligten Schülern abnimmt, ist diese bei den benachteiligten Schülern aufgrund ihres Rückgangs signifikant größer.
Die Frage lautet nun, wie wir alle Jugendlichen grundlegende Fähigkeiten vermitteln können, die ihnen gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, unabhängig von ihrer Herkunft. Der dualische und durchlässige Bildungssystem in der Schweiz bietet hier eine Lösung. Dabei ist es entscheidend, dass Chancengerechtigkeit nicht durch eine vollständige Gleichheit erreicht wird, bei der niemand mehr rechnen oder lesen könnte.
Stattdessen müssen wir Bildungswege offenhalten, die nach oben führen, und eine Gesellschaft schaffen, in der soziale Grenzen durchlässig sind.
Written by urgent.news from NZZ Wirtschaft's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.