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Geldanlage: Zehn Dinge, die ich als Anfänger über ETFs gelernt habe

Aus dem Handelsblatt-Archiv: Unser Autor befasst sich zum ersten Mal in seinem Leben mit ETFs – und stellt fest, dass Altersvorsorge damit in der Theorie einfacher ist als in der Praxis.

Geldanlage: Zehn Dinge, die ich als Anfänger über ETFs gelernt habe

Seit mein erstes Taschengeld hatte meine Finanzstrategie vor allem darin bestanden, möglichst wenig auszugeben. Früher lag mein Geld einzig und allein auf dem Girokonto, nur wenige Festverzinsungen. Ich war ein klassischer linksgrüner Geisteswissenschaftler, der sich mehr um politische Entwicklungen in den USA kümmerte als um seine persönlichen Finanzen.

Doch veränderte sich das, nachdem ich im letzten Jahr meine private Altersvorsorge neu gestaltet werden musste. Damals hatte ich eine Rentenversicherung abgeschlossen, deren Sicherheit später als nur ein Schlag ins Wasser erwiesen sich. Mit 42 Jahren machte ich mir schließlich genauer Gedanken an meine eigene Finanzsituation. Nach mehr als 15 Jahren und über 20.000 Euro Beiträgen hatte ich nur 1000 Euro Gewinn erzielt.

Es waren hohen Gebühren geschuldet, die mich davon abhielt, mein Geld besser zu investieren. Ich stellte meine private Rentenversicherung bei einem Freund ab, der niemanden dagegen argumentieren konnte. Jetzt hatte ich wieder über 20.000 Euro zur Verfügung, um meine Altersvorsorge neu zu gestalten. Ich entschied mich für einen ETF-Sparplan, der mir hohe Renditen versprach, vorausgesetzt, ich lässt das Geld mindestens ein Jahrzehnt liegen.

Ich habe gelernt, dass die Theorie von ETFs einfach ist, die Praxis aber nicht. Diese Erfahrung habe ich als ETF-Anfänger seitdem gemacht.

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