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Interview: Investor Christian Miele: Merz und Klingbeil müssen riskieren, nicht noch einmal gewählt zu werden

Nach den Wahlerfolgen von AfD und Linkspartei warnt Investor Miele vor den Folgen für den Standort. Von Regierung und Unternehmern ist jetzt Mut gefordert, sagt er im Handelsblatt-Interview.

Interview: Investor Christian Miele: Merz und Klingbeil müssen riskieren, nicht noch einmal gewählt zu werden

Investor und ehemaliger Chefs des Start-up-Bundesverbands, Christian Miele, hat im Interview mit dem Handelsblatt seine Sorgen über das bevorstehende Wahlgang übermittelt. Er ist der Meinung, dass die Bundesregierung riskant handeln muss, anstatt sich davor zu scheuen. Miele fordert, dass die Regierung die geplanten Reformen schnellstmöglich umsetzen soll, selbst wenn sie dafür bei den nächsten Wahlen bestraft werden sollte.

Er ist beunruhigt über das Potenzial der Linkspartei in Elif Eralp, die als erste in den kommenden Jahren die Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden könnte. Miele befürchtet, dass solche radikalen Bewegungen nicht die Lösung sind und dass sie negative Folgen für das deutsche Start-up-Ökosystem haben könnten. Die Verunsicherung, die aus den Wahlen herrührt, könnte Investoren dazu veranlassen, nach anderen Ländern wie München, Hamburg oder Stockholm umzuziehen.

Dies könnte mittelfristig zu einem Rückgang der Wohnungsbaustände in Berlin führen und damit die Arbeitsplätze gefährden. Miele ist der Ansicht, dass die Regierung ihre Reformen durchsetzen muss und dabei nicht davor scheuen sollte, unbeliebt zu werden. Er befürchtet, dass die Koalition nicht bereit ist, sich unbeliebt zu machen und Reformen zu umsetzen, die notwendig sind.

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