Arbeitszeit: Berechnen Sie, wie teuer Ihr letztes Meeting war
Corporate Deutschland sitzt und redet. Doch viele Meetings liefern wenig Output. Der Handelsblatt-Rechner hilft Ihnen, Kosten von Meetings besser zu schätzen – und diese effizienter zu führen.
In Deutschland werden jährlich 64 Milliarden Euro durch ineffiziente Meetings verschwendet, wie die Meetingsoftware-Firma Doodle in ihrem "State of Meetings Report 2019" feststellte. Nach Inflationskorrektur belaufen sich diese Kosten auf etwa 80 Milliarden Euro, erklärt das Handelsblatt. Ein neuer Rechner ermöglicht es, die Kosten von Treffen zu berechnen und dabei die Ineffizienz zu schätzen.
Eine Schlüsselzahl für diese Berechnung ist die Anzahl der Teilnehmer, die laut einer Microsoft-Forschung die wahrgenommene Inklusivität und Effizienz eines Treffens stark beeinflussen. Mit zwei bis drei Teilnehmern wird ein Meeting von über 90 Prozent der Befragten als inklusiv bewertet, beim Meeting mit mehr als 15 Leuten herrscht nur ein Drittel des Teilnehmers die wahrgenommene Effizienz.
Der Studienautor Lev Tankelevitch betont, dass weniger Teilnehmer nicht unbedingt zu einem besseren Meeting führt, aber bei kleinen Treffen die Beteiligung für jeden klarer wird und die Zufriedenheit steigt. Einige Unternehmen legen fest, wie groß die Treffen sein dürfen, z. B. Amazon mit maximal acht Personen oder Bayer mit der Regeln, dass man das Meeting höflich verlassen kann, wenn man nichts beitragen kann.
Eine Agenda, Pünktlichkeit und ein Ende auf Zeit sind weitere Faktoren, die die Meetingeffizienz beeinflussen. Der Meetingrechner kann nur einen Hinweis geben, wie sinnvoll ein bestimmtes Meeting ist, indem er die Fragen nach der Notwendigkeit des Treffens oder einer E-Mail-Ersatzfrage stellt.
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