Analyse: Geschäftsmodell unter Druck: Deutsche Konzerne bauen die meisten Stellen ab
In den Dax-Konzernen sinkt die Zahl der Beschäftigten in einem Jahr um 47.700. In den großen europäischen Nachbarländern läuft es besser. Doch auch in Deutschland gibt es Lichtblicke.
Deutsche Top-Konzernen haben in den letzten zehn Jahren ihre Belegschaft drastisch reduziert, insbesondere durch die Einwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland. Allerdings haben sie nun das Personal abgebaut, aufgrund verschiedener Faktoren, wie höheren Produktions- und Energiekosten, US-Zöllen, einem schwachen Inlandswachstum, einer chronisch schwachen Konjunktur, Überregulierung und internationalem Wettbewerb, insbesondere durch China.
Diese Faktoren haben dazu geführt, dass die deutschen Konzerne aus gleich drei Gründen zunehmend unter Druck geraten. Deutsche Unternehmen beschäftigen weltweit rund 4,06 Millionen Mitarbeiter, verglichen mit 4,13 Millionen bei französischen Unternehmen, 1,2 Millionen in Italien und 1,2 Millionen in Spanien. Das bedeutet, dass 37% der weltweit bei deutschen Dax-Konzernen Beschäftigten in Deutschland standen, verglichen mit 37% in Frankreich, 31% in Italien und 31% in Spanien.
Trotz des Rückgangs der Beschäftigung in Deutschland sehen sich die deutschen Konzerne einem langfristigen Abwärtstrend in der Industrie gegenüber, bei dem jeden Monat etwa 15.000 Arbeitsplätze in mehreren Branchen abgebaut werden.
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