Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Wall Street im Minus – Anleiherenditen unter Druck
Steigende Ölpreise belasten erneut die Stimmung an den US‑Börsen. Neue Zinssorgen treiben die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe auf den höchsten Stand seit 2007.
Am Mittwoch erlebte der Wall Street eine erhebliche Rückkehr auf den Minuspunkt. Der Dow Jones, S&P 500 und der Nasdaq verzeichneten jeweils Minuspunkte von 0,6, 0,6 bzw. 0,9 Prozent. Die technologielastige Nasdaq führte dabei, wie auch der Nasdaq 100, zu einem Abfall von rund einem Prozent. Auf diesen Rückgang wirkten Unsicherheiten im Iran-Krieg sowie steigende Ölpreise.
Die Stimmung wurde durch Aussagen des Fed-Direktors Michael Barr abgeschwächt, der von mehreren Zinserhöhungen ausgeht. Die Fed hatte vergangene Woche die Leitzinsen zum ersten Mal seit über drei Jahren erhöht. Barr sagte nun am Mittwoch auf einer Konferenz der regionalen Notenbank in Chicago, dass in seinem Basisszenario weitere geldpolitische Anpassungen erforderlich seien, um die Inflation rechtzeitig auf das Ziel zurückzubringen.
Vorläufige Zahlen des Einkaufsmanagerindex und des Dienstleistungssektors der S&P Global erhöhten aber die Unruhe wegen einer möglichen Inflation. Die Wirtschaftstätigkeit im September erreichte den höchsten Stand seit über fünf Jahren, kam aber mit gravierenden Engpässen in den Lieferketten. Dies deutet darauf hin, dass Unternehmen an Preisgestaltungsmacht gewinnen und die Inflationsaussichten Anlass zur Sorge geben, meinte S&P-Ökonom Chris Williamson.
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