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IGH: Was ist der Internationale Gerichtshof?

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag besteht seit mehr als 80 Jahren. Doch wer sitzt eigentlich im IGH und was sind seine Aufgaben? Ein Überblick.

IGH: Was ist der Internationale Gerichtshof?

Der Internationale Gerichtshof (IGH) existiert seit über 80 Jahren. Es handelt sich um eine Institution, die zwischen Staaten Verhandlungen durchführt, jedoch nicht von allen Ländern anerkannt wird. Dabei ist klar, dass Urteile des IGH verbindlich sind.

Die Charta der Vereinten Nationen gründete den IGH 1945 und er nahm 1946 seine Arbeit auf. Damit ist der IGH Teil der UN, dessen Hauptorgan für Rechtsprechung ist.

Die 15 Richter des IGH stammen aus 15 verschiedenen Ländern, um unterschiedliche Kulturkreise und Rechtssysteme zu repräsentieren. Diese Richter werden alle drei Jahre von der Generalversammlung und dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen für neun Jahre gewählt. Die Amtssprachen sind Englisch und Französisch.

Der Sitz des IGH ist seit 1946 das Friedenspalast in Den Haag, Niederlande. Die Aufgabe des IGH ist es, Streitigkeiten zwischen Staaten zu schlichten und zu bestimmen, ob in einem Konflikt Kriegsverbrechen begangen wurden.

Der IGH bedient sich nur wenn ein Antrag von einem oder mehreren Staaten vorliegt und alle beteiligten Staaten der Gerichtsbarkeit des IGH unterworfen sind. Die Entscheidungen des IGH sind für die beteiligten Parteien bindend, endgültig und ohne Berufung.

Die Anhörungen des Internationalen Gerichtshofs sind grundsätzlich öffentlich, obwohl nur die Delegationen der beteiligten Staaten aufgrund des begrenzten Platzangebotes vor Ort sind. Die Verfahren können auch auf der Homepage des IGH verfolgt werden. Der Internationale Strafgerichtshof hingegen ist ein Unterschied, weil er sich mit schweren Verbrechen gegen Einzelpersonen befasst und kein Organ der Vereinten Nationen ist.

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