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Brasiliens Wirtschaft wächst. Doch für viele Unternehmer ist eine vierte Amtszeit Lulas das Horrorszenario

Flávio Bolsonaros Wirtschaftsprogramm überzeugt die Wirtschaftselite bis jetzt nicht. Dennoch will sie den Machtwechsel in Brasilia.

Brasiliens Wirtschaft wächst. Doch für viele Unternehmer ist eine vierte Amtszeit Lulas das Horrorszenario

Die brasilianische Wirtschaft hat in der dritten Amtszeit von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ein beispielloses Wachstum von rund 3 Prozent pro Jahr verzeichnet. Die Inflation lag historisch niedrig bei 4,5 Prozent, die Arbeitslosigkeit stand auf dem niedrigsten Niveau. Brasilien ist auch als das Land mit den meisten Auslandsinvestitionen weltweit bekannt.

Allerdings ist die Wirtschaftslage inzwischen immer problematischer geworden. Unter Lula hat die Branche den Konsum vor allem staatlich ausgeweitet, was zu einem massiven Anstieg der Verschuldung geführt hat. Deutlich mehr als zwei Drittel der Wirtschaftsleistung hängen vom Konsum ab, was bedeutet, dass nur der wachsende Konsum das brasilianische Wachstum antreiben konnte.

Dies hat zu einem staatlichen Defizit von etwa 10 Prozent des BIP und einer hohen Schuldenlast geführt. Der Staat bezahlt fast 9 Prozent des BIP an Zinsen, um seine Schulden zurückzuzahlen. Wenn die Ausgaben weiter steigen, könnten die Schulden bis 150 Prozent der Wirtschaftsleistung ansteigen. Dies schürt die Finanzsorgen unter den Investoren, die sich über das hohen Risiko und die steigende Inflation Sorgen machen.

Die hohen Verschuldung der privaten Haushalte und der Unternehmen begrenzen zudem die Inlandsnachfrage. Lulas ideologisches Gegner, Flávio Bolsonaro, hat ein wirtschaftspolitisches Programm skizziert, das sich von Lulas unterscheidet und strengere finanzpolitische Regeln, Verwaltungsabbau und eine größere Handelsöffnung vorsieht.

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