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EY-Studie: Gewinne deutscher Autohersteller gehen deutlich zurück

Während in der Autoindustrie Zehntausende Stellen wegfallen, wächst der Unmut der Branche. Die IG Metall will am Montag an mehr als 200 Orten protestieren.

EY-Studie: Gewinne deutscher Autohersteller gehen deutlich zurück

Deutsche Autohersteller, Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW, verlieren erheblich an Gewinnen im Vergleich zur internationalen Konkurrenz, wie eine Analyse der Prüfungs- und Beratungsgruppe EY zeigt. In der ersten Jahreshälfte gingen ihre Umsätze um 2,9 Prozent zurück auf rund 284 Milliarden Euro, verglichen mit 2,6 Prozent Rückgang im Vorjahr.

Dies ist bereits das dritte Umsatzrückgangsjahr in Folge für die deutschen Hersteller, wobei 15 Unternehmen einen Umsatzplus aufwiesen. Der Rückstand ist deutlich: Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW belegen nun die Plätze 16, 17 und 19, während Tesla, Suzuki und Geely starke Zuwächse verzeichneten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) der deutschen Hersteller ist um 19,0 Prozent gesunken auf 13,0 Milliarden Euro, darunter die niedrigste Bilanz seit dem Pandemiejahr 2020.

Auch Hersteller aus China und Japan haben Schwierigkeiten, mit Rückgängen von 21,9 Prozent bzw. 36,5 Prozent. Im Gegensatz dazu haben US-Hersteller wie Ford, General Motors und Tesla um 32,9 Prozent zugenommen. EY-Expert Constantin Gall deutet an, dass die deutsche Autoindustrie in einer Profitabilitätskrise steckt, da die Hersteller nicht nur Marktanteile verlieren, sondern auch ihre Ertragskraft.

Strukturelle Kosten-Vorteile wie hohe Produktionskosten in Deutschland, hohe Energiepreise und Bürokratie werden zunehmend zu einem Nachteil. Gall schlägt vor, dass deutsche Hersteller sich auf attraktivere Standorte verlagern sollten, aber China stellt insbesondere ein großes Risiko dar, wobei der Absatz von 25 Prozent im ersten Halbjahr um 25 Prozent zurückgegangen ist.

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