Steuererklärung 2025: 1230 Euro pauschal: Diese Werbungskosten senken die Steuerlast noch weiter
Ob Bücher oder Bahntickets – rund um den Job gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Werbungskosten abzusetzen und so am Ende Steuern zu sparen. Ein Überblick.
Die Mehrheit der Steuerzahler, die eine Steuererklärung einreichen, erhält im Durchschnitt 1172 Euro Rückerstattung. Dies sind die Daten des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2021. Die hohe Erstattung basiert auf der Tatsache, dass Arbeitnehmer von ihren Gehältern jeden Monat Lohnsteuer abgezogen bekommen. Oft werden jedoch diese Vorabzahlen zu hoch gezahlt, da viele Menschen zur gleichen Zeit Ausgaben haben, die das Finanzamt als steuermindernd anerkennt.
Diese Ausgaben beinhalten Werbungskosten, die alle Ausgaben umfassen, die beim Beruf notwendig sind. Dazu gehören Pendlerpauschalen, Weiterbildungskosten, alte Möbel, mit denen ein Arbeitszimmer eingerichtet wird, Kosten für einen selbst verschuldeten Unfall auf dem Weg ins Büro und Pauschale für Partner und Kinder bei Umzügen. Die Vereinigte Lohnsteuerhilfe erklärt, dass eine Werbungskostenpauschale von 1230 Euro für Angestellte berechnet wird, selbst wenn keine Ausgaben geltend gemacht werden.
Dies senkt das zu versteuernde Einkommen und damit die Steuerlast. Wenn man höhere Werbungskosten nachweisen kann, kann man zusätzliche Steuern sparen.
Typische Werbungskosten sind Arbeitsmittel wie Fachliteratur und Schreib- und Büromaterial. Es gibt jedoch keinen Rechtsanspruch für Pauschalen, daher ist es sinnvoll, alle Belege zu behalten, auch wenn sie dem Finanzamt nur auf Verlangen vorgelegt werden müssen. Zudem zählen Mitgliedsbeiträge für Gewerkschaften oder Berufsverbände sowie Versicherungen, die berufliche Risiken abdecken, wie die Berufshaftpflicht für Steuerberater oder Hebammen, zu den Werbungskosten.
Wenn man ein Arbeitszimmer zu Hause einrichtet, können die Kosten dafür auch als Werbungskosten abgesetzt werden. Gegenstände, die maximal 952 Euro (brutto) kosten, gelten als geringwertige Wirtschaftsgüter und können auf Schlag abgeschrieben werden. Bei teureren Möbeln muss der Kaufpreis über die Nutzungsdauer aufgeteilt werden.
Für Möbel beträgt die Nutzungsdauer 13 Jahre. Wenn der Buchwert im Laufe der Jahre unter diese Grenze sinkt, darf der verbleibende Restwert nicht automatisch abgeschrieben werden, sondern muss über die verbleibenden Jahre steuerlich geltend gemacht werden.
Für Pendler können die Entfernungspauschalen von 0,30 Euro pro Kilometer ab dem 21. Kilometer und 0,38 Euro ab dem 26. Kilometer abgerechnet werden. Für eine Fünftagewoche beträgt die Pendlertagspauschale 14 Euro. Unfallkosten und Kosten für das Auto auf dem Weg ins Büro können ebenfalls als Werbungskosten abgesetzt werden.
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