MG4 Urban im Test: Was der chinesische Golf-Gegner zum Kampfpreis kann – und was nicht
Mit dem MG4 Urban tritt die chinesische Marke gegen den VW Golf an. Das Modell hat nicht nur überraschend viel Platz, sondern auch einen Preis, der manchen in Wolfsburg schockieren dürfte.
Die MG4 Urban, ein chinesischer Verbundkampfkandidat im Wettbewerb um den deutschen Markt, hat meine Skepsis geweckt. Ihre Startpreis von etwa 25.000 Euro für einen Kompaktwagen mag moderat erscheinen, aber zusätzliche Rabatte bringen den Preis auf 13.000 Euro – für einen Neuwagen im Jahr 2026. Wo liegt der Haken?
Der MG4 Urban ist ein Modell, das auf einer ganz anderen Plattform gebaut wird als sein teurerer Bruder MG4. Er wird aus China eingeführt und bietet mehr Platz als der Marktführer, den VW Golf. Mit einer Länge von rund 4,40 Metern und einer breiteren und höheren Bauweise stellt der MG4 Urban eine beachtliche Alternative dar.
Die Designsprache des chinesischen Unternehmens liegt auf der Einfachheit: Was vielen gefällt, ist gut. Der Designer Jozef Kaban, der bereits an Entwürfen des Bugatti Veyron und des Skoda Octavia beteiligt war, hat sich nun auf den Massengeschmack ausgerichtet. Der MG4 Urban ist in roter Farbe zum Einstieg verfügbar und bietet acht weitere Lackfarben – alle ohne Aufpreis. Die Innenausstattung ist hocheffizient gestaltet, mit Stoffsitzen, Kunstleder und Bedienelementen, die eine hochwertige Note vermitteln.
Die Reichweite von 405 Kilometer ist zwar beeindruckend, aber für den Preis ein wenig übertrieben. Der MG4 Urban kann jedoch den Alltag mit 405 Kilometer Reichweite bewältigen, insbesondere dank der serienmäßigen Wärmepumpe, die die Winterhärte bewältigt. Trotz einiger Mängel im Innenraum ist der MG4 Urban ein spannender zweiter Wagen für Familien und ein solider Wettbewerber im deutschen Markt.
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