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Software: Autonomes Fahren: Elektrische Lkw werden zum Testfeld für die Mobilität der Zukunft

Assistenzsysteme und Sensoren machen Lkw sicherer – auch mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Bald soll die Software das Steuer ganz übernehmen können.

Software: Autonomes Fahren: Elektrische Lkw werden zum Testfeld für die Mobilität der Zukunft

Der Automobilzulieferer ZF planiert mit der IAA Transportation, neue Sicherheitsstandards für Nutzfahrzeuge zu etablieren. Der Schwerpunkt liegt auf einer 360-Grad Sicherheitskonzeption, bei der Sensorik, Wahrnehmung, Bremsen und Lenkung in einem abgestimmten System vereint werden. Ivan Brajdic, Entwicklungsleiter bei ZF, erläutert, dass der wichtige Baustein hierbei die Integration des Anhängers in die Sensorarchitektur ist.

Sensorik an Zugmaschine und Trailer werden mit hochauflösenden Kamera- und Radarsensoren kombiniert, um die Objekterkennung und Umfeldanalyse zu verbessern. ZF demonstriert auf der Messe eine vollständig vernetzte Kombination aus Lkw und Anhänger. Auch andere ADAS (Advanced Driver Assistance Systems) und Lösungen für höhere Automatisierungsstufen belegen die Rolle der Autonomie bei Lkw.

Der Schritt von Fahrassistenzsystemen zur Automatisierung ist jedoch groß, da viele unzumutbare Risiken eintreten können. Der Fahrermangel führt dazu, dass die Logistikketten stark von verfügbaren Fahrern abhängig sind. In den USA sind bereits fahrerlose Lkw auf Level 4 unterwegs, bei denen der Fahrermangel ein großes Interesse daran schafft.

Auch bei europäischen Unternehmen wie Daimler Truck und Stellantis werden solche Konzepte entwickelt. Die Integration der Systeme erfolgt fahrzeugspezifisch und ist abhängig von Fahrzeugarchitektur, Kabinengeometrie und Einsatzprofil. Die Sicherheit bleibt auch bei Assistenzniveau immer die Aufgabe des Fahrers, der entlastet werden kann in komplexen Verkehrssituationen.

Die Forscher der TU Darmstadt hoffen auf eine klare Regelungslage für Automatisierung in Europa, insbesondere im Hinblick auf den European AI Act.

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