Arbeitszeit: Arbeitszeitbetrug: So können sich Unternehmen wehren
Wäsche waschen, einkaufen, Netflix schauen: Immer wieder erledigen Beschäftigte Privates in ihrer Arbeitszeit. Wo der Betrug beginnt und was Unternehmen dagegen machen können.
Falsch darstellen von Arbeitszeiten ist ein häufiges Phänomen in Deutschland. Laut einer Umfrage von Consumerfieldwork gaben 13 Prozent der 1000 befragten deutschen Arbeitnehmer an, ihre Arbeitszeit regelmäßig nicht richtig zu protokollieren. Drei Viertel der Teilnehmer gaben bereits zu haben, Privates zu erledigen, während sie eigentlich arbeiten mussten.
Arbeitszeitbetrug ist kein leichtes Vergehen und hat erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen. Sascha Stowasser, Leiter des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft, erklärt, dass Arbeitsmoral zusammenbricht und Betrug beginnt, wenn Arbeitnehmer so tun, als würden sie arbeiten, aber etwas anderes tun. Fachanwalt für Arbeitsrecht Michael Fuhlrott sagt, dass die Pflichtverletzung entscheidend ist und bereits bei einer kurzen unbeaufsichtigten Pause besteht.
Arbeitszeitbetrug kann zu ernsthaften Folgen führen, wie z. B. einer fristlosen Kündigung und der Haftung für Kosten wie Detektivgebühren. Arbeitsgerichte berücksichtigen jedoch die Intensität und Dauer des Betrugs. Zahlen oder sogar strafrechtliche Verfolgung sind eher selten. Arbeitnehmer sollten sich vorher bewusst sein, dass fristlose Kündigung ähnlichen Vorkommnissen folgen kann.
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