Das neue Geben: Vermögen nutzen und nicht verstecken
Große Vermögen für Nachkommen in mutmaßlich sichere Häfen zu verfrachten, ist wenig sinnvoll. Das Geld sollte aktiv genutzt werden, um den Interessen der nächsten Generation zu dienen.
Ein erfolgreiches Gründerpaar, um die vierzig und mit zwei jungen Kindern, stellt sich der Frage, wie sie ihr Vermögen schützen und nicht verstecken soll. Nachdem er einen Million-Arcadie erreicht hat, überlegt er sich eine liechtensteinische Stiftung als Schutzschild gegen die Unsicherheiten der Gegenwart zu gründen. Doch seit 2008 hat sich Liechtenstein von fast 50.000 Stiftungen auf nur knapp 9000 verkleinert und das Finanzamt ist nun gewillt, seine Erträge zu verlangen, wenn der Stifter seine Kontrolle über die Stiftung aufgibt.
Die Übertragung von Vermögen kostet in Liechtenstein bis zu 50 Prozent Steuern, was viele dazu zwingt, das Geld in irgendeiner Form zu versteuern. Die Frage, wie viel genug ist und wie es für die Kinder eingesetzt werden soll, ist schwer zu beantworten, da es viele Möglichkeiten gibt: Finanzierung neuer Ideen, Diversifizierung in Offshore-Fonds oder Anlegen in anonymen Konten.
Die beiden größten Probleme, mit denen sich die meisten Menschen konfrontiert sehen, sind der Klimawandel, die Migration und die Erosion der Demokratie. Für den Gründer geht es weniger darum, wie viel er selbst lebt, sondern wie sein Geld den kommenden Generationen zugute kommen wird.
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