Militärische Spionageabwehr: MAD: Bedrohung durch Sabotage hat „erheblich zugenommen“
Der Militärgeheimdienst MAD sieht Deutschland als „priorisiertes Aufklärungsziel russischer Spionageaktivitäten“. Auch China sei aktiv. Der Dienst beschreibt die Gefahrenlage.
Die deutsche Militärabschirmstelle (MAD) hat in ihrem Jahresbericht 2025 vor einer zunehmenden Bedrohung durch hybride Angriffe und Sabotage durch sogenannte "Low-Level-Agents" gewarnt. Deutschland wird als prioritiertes Aufklärungsziel russischer Spionageaktivitäten eingestuft, aufgrund seiner geostrategischen Lage in Europa und der NATO, des Wachstums der Bundeswehr und der Einführung neuer Waffensysteme.
Hybride Angriffe nutzen eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln, um andere Staaten zu destabilisieren, einschließlich Cyberangriffen, Drohnenangriffen und Störangriffen auf Infrastruktur. Das Bedrohungspotenzial durch Sabotage hat erheblich zugenommen. Der MAD sorgt sich besonders um die Reisen von Bundeswehrsoldaten nach Russland und Belarus, die in das Blickfeld der russischen und belarussischen Nachrichtendienste geraten sind.
China ist ebenfalls aktiv in Deutschland mit Spionageversuchen wie Drohnenüberflügen und Eindringen in Bundeswehr-Einrichtungen. Der Bericht meldet einen Anstieg von Fällen wegen Rechtsextremismus, insbesondere bei Fallschirmjägern in Zweibrücken, und die Entstehung neuer rechtsextremer Jugendgruppierungen wie "Jung & Stark" und "Der Störtrupp", die sich über soziale Medien etablieren.
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