Präsidentschaftskandidat: Brasiliens Justiz ermittelt gegen Bolsonaro-Sohn Flávio
Gegen Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro wird wegen einer Filmfinanzierung über seinen Vater ermittelt. Der Geldgeber steht im Zentrum eines Skandals, der auch das Oberste Gericht erschüttert.
Der brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro steht aufgrund der Finanzierung eines Films über seinen Vater Jair Bolsonaro vor Untersuchungshaft. Die Bundespolizei untersucht verdächtige Geldwäsche, illegale Kapitaltransfers, Korruption und weitere Straftaten im Zusammenhang mit der Produktion des Films "Dark Horse".
Die Finanzierung des Films erfolgte durch Daniel Vorcaro, den ehemaligen Eigentümer des abgewickelten Finanzinstituts Banco Master. Vorcaro und sein Umfeld stehen unter Ermittlungsschutz wegen mutmaßlicher milliardenschwerer Finanzdelikte. Der Oberste Gerichtshof brachte den Fall als einen der größten Finanzbetrugsfälle in der Geschichte Brasiliens.
Die Ermittlungen gegen Flávio Bolsonaro wurden am 15. Juli vom Obersten Gerichtshof genehmigt, nachdem er den Filmauftrag mit Vorcaro besprochen hatte. Flávio Bolsonaro sagt, es handle sich um private Finanzierung. Der Streit um den Fall hat innerhalb des Obersten Gerichts zu einem heftigen Konflikt geführt, da der Generalstaatsanwalt das Vorgehen als unzulässig hält und Moraes, der das Verfahren gegen Jair Bolsonaro leitete, von Bolsonaro für das Oberste Gericht nominiert wurde.
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