Verbraucherpreise: Teure Energie treibt Inflation an die Drei-Prozent-Marke
Der Iran-Krieg hat Tanken und Heizen erheblich verteuert. Mit der vom Staat verordneten Entlastung an Deutschlands Tankstellen ist es vorerst vorbei. Die Inflationsrate könnte noch weiter steigen.
Der Iran-Krieg hat die Energiepreise in Deutschland stark in die Höhe getrieben, was das Leben der Menschen teurer gemacht hat. Im August 2025 erhöhten sich die Verbraucherpreise um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Dies war eine starke Steigerung im Vergleich zu Dezember 2023, als die Inflation in Europa größter Volkswirtschaft 3,7 Prozent betrug.
Experten prognostizieren weiter steigende Inflationsraten in den kommenden Monaten. Das Ifo-Institut geht für das gesamte Jahr 2026 von einer Inflationsrate von 2,8 Prozent aus, möglicherweise steigt die Zahl im Jahr 2027 auf 3,0 Prozent an. Der Konflikt im Persischen Golf ist noch nicht beendet, da Schiffe weiterhin Schwierigkeiten haben, die für den Öl- und Gashandel entscheidende Straße von Hormus ungehindert zu passieren.
Autofahrer spüren die Auswirkungen an der Tankstelle, während Hausbesitzer mit steigenden Heizkosten konfrontiert sind. Der Tankrabatt der Bundesregierung für zwei Monate für Autofahrer ist Ende Juni abgelaufen. In August 2025 mussten Verbraucher 10,5 Prozent mehr für Kraftstoff und Heizöl bezahlen als ein Jahr zuvor, wie die Wiesbadener Statistiker berechneten.
Besonders deutlich wurde die durch den Iran-Krieg verursachte Energieinflation bei Kraftstoffen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen Kraftstoffe im August um 27,7 Prozent, und Heizöl wurde fast 50 Prozent teurer. Wenn die Energiepreise weiter hoch bleiben, besteht das Risiko, dass auch andere Preise steigen, da die Transport- und Kühlkosten für Lebensmittel teurer werden werden.
Unternehmen werden gezwungen sein, die Kosten der Energie an ihre Kunden weiterzugeben. Darüber hinaus führen Hitze und Trockenheit zu Ernteausfällen und verteuern den Transport von Lebensmitteln. Lebensmittelpreise sind im Vergleich zum Vorjahr kaum gestiegen, lagen im August nur um 0,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Allerdings sind einige Waren deutlich teurer als vor einigen Jahren. Der russische Krieg gegen die Ukraine, der 2022 begann, hat die Energie- und Lebensmittelpreise bereits in die Höhe getrieben. In August 2025 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um 0,2 Prozent insgesamt, wobei die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie bei 2,4 Prozent lag.
Eine steigende Teuerungsrate verringert die Kaufkraft der Menschen, da sie mit weniger Gütern und Dienstleistungen für ein Euro zufrieden sein kann und sich mit größeren Anschaffungen zurückziehen muss. Der private Konsum, der in guten Zeiten eine wichtige Grundlage der Wirtschaft ist, schwächt sich in den letzten Monaten ab.
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