Geldpolitik: EZB erhöht Zinsen wegen Inflationsschub weiter
Der Iran-Krieg treibt die Preise fürs Tanken und Heizen hoch. Die EZB reagiert mit einer weiteren Zinserhöhung auf die gestiegene Inflation. Das hat Folgen für Sparer, Kreditnehmer und Firmen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit der zweiten Zinserhöhung in diesem Jahr reagiert, um den Anstieg der Preise aufgrund des Irankriegs zu bekämpfen. Der EZB-Rat, der heute nicht in Frankfurt, sondern in Berlin tagte, entschied sich, den Zinssatz für Banken und Sparer von 2,25 auf 2,5 Prozent zu erhöhen. Präsidentin Christine Lagarde erklärte, dass der Konflikt im Nahen Osten weiterhin Inflation drückt und die Inflation wahrscheinlich über dem Zielwert für einen längeren Zeitraum bleiben wird.
Höhere Zinssätze machen Leihgelder teurer, was die Nachfrage dämpft und die Inflation verringern kann. Sparer profitieren von höheren Konditionen, wenn die Banken sie weitergeben. Für Investoren sind steigende Zinssätze jedoch eine Belastung, da sie die Investitionskosten erhöhen. Die EZB betonte, dass sie konsequent gehandelt hat, um die Inflation unter Kontrolle zu bringen und die Stabilität des Euros zu gewährleisten.
Der Iran-Krieg, der Ende Februar begann, hat die Preise drastisch nach oben getrieben, wobei die Verbraucherpreise im Euroraum im August um 3,3 Prozent gestiegen sind, was die höchste Teuerungsrate seit September 2023 darstellt. In Deutschland trug der Anstieg der Energiepreise im August zur Inflation von 2,9 Prozent bei. Die Prognosen der EZB gehen voraus, dass die Inflation bis mindestens 2027 weiter steigen wird, wobei sie für dieses Jahr 3,0 Prozent und für 2027 und 2028 2,5 Prozent bzw. 2,1 Prozent geschätzt.
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