Verkehrssicherheit: Rund 22 Prozent der Nutzfahrzeuge fallen beim TÜV durch
Fast 3,9 Millionen Nutzfahrzeuge sind in Deutschland angemeldet. Das Durchschnittsalter ist in den vergangenen Jahren gestiegen - mit Folgen bei der Hauptuntersuchung.
Mehr als ein Fünftel aller Nutzfahrzeuge scheiterten in der jüngsten Hauptuntersuchung durch TÜV an erheblichen oder gefährlichen Mängeln, so der neuen TÜV-Report. Die Mängelquote blieb auf diesem Niveau. Gleichzeitig wurde die durchschnittliche Lebensdauer der Fahrzeuge auf 8,9 Jahre erhöht – ein Jahr mehr im Vergleich zum Report von 2017. Der Report stützt sich auf 2,37 Millionen Hauptuntersuchungen in den Jahren 2024 und 2025 und wurde der Presseagentur zur Verfügung gestellt.
Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, erklärte, dass sich die Schäden auf den Fahrzeugen in der Regel auf bekannte Probleme zurückführen lassen: Ölfeuchte und Ölverlust nehmen mit zunehmendem Alter zu. Leckende Öle gefährden die Umwelt und können im Unfall eine Brandbeschleunigung auslösen. Vor allem Mängel bei der Beleuchtung, insbesondere an den Hinterlichtern, wurden häufig gemeldet.
In den Kategorien Kleintransporter (bis 3,5 Tonnen) und schwere Lkw (mehr als 18 Tonnen) wurden in 21,8 Prozent der Untersuchungen erhebliche oder gefährliche Mängel festgestellt. Bei mittleren Lkw (7,5 bis 18 Tonnen) standen nur 16,3 Prozent der Fahrzeuge dafür. Bei leichten Lkw (3,5 bis 7,5 Tonnen) waren es 19,8 Prozent. Insgesamt wurden über 3,8 Millionen Nutzfahrzeuge in Deutschland registriert und der Anstieg lag bei 34 Prozent gegenüber 2017.
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