Iran-Krieg: Emirate wollen bei Verteidigung enger mit Deutschland arbeiten
Tausende Raketen und Drohnen fingen die Vereinigten Arabischen Emirate im Iran-Krieg ab. Jetzt kommt ihr Präsident nach Deutschland. Kann eine neue Partnerschaft zur Drohnenabwehr entstehen?
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) möchten enge militärische und technologische Zusammenarbeit mit Deutschland ausbauen, insbesondere im Bereich der Verteidigung und Künstlichen Intelligenz (KI). Anwar Gargasch, Berater des VAE-Präsidenten Mohammed bin Sajid, äußerte sich zu diesem Thema im Vorfeld eines Staatsbesuchs in Berlin.
Gargasch erklärte, dass es nun an der Zeit sei, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf eine "nächste Stufe" zu heben. Die Kriege in der Ukraine und mit dem Iran haben die Notwendigkeit gezeigt, sich besser gegen moderne Raketen und Drohnen zu schützen. Deutschland, das die VAE in diesem Bereich offen sein will, hat bereits einige Exportbeschränkungen für Waffen und Technologie gelockert.
Gargasch hob auch das Interesse der Emirate an KI hervor, ähnlich wie Saudis Arabien. Im Iran-Krieg wurde die Golfstaat besonders hart ins Visier genommen, mit etwa 3000 iranischen Raketen und Drohnen. Ein Großteil davon richtete sich gegen zivile Infrastruktur. Deutschland diskutiert derzeit auch die Bedrohung durch Drohnen und hybride Angriffe, die eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Methoden umfassen.
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