Morning Briefing: Drei Dinge, die Sie über die Landtagswahl wissen sollten
Sachsen-Anhalt wählt sich ein historisches Ergebnis zusammen – und zeigt das Scheitern der politischen Mitte: Themen, Reformen und Kanzler sind die falschen.
Morgen, liebe Leserinnen und Leser, heute eine Deutung von Ereignissen, die eindeutig eine andere Dynamik auslösten. An diesem Wochenende brachte ein deutsches Unternehmen erstmals eine Rakete vom europäischen Festland in den Orbit. 24 Stunden später bestimmt die Wählerschaft in Sachsen-Anhalt eine Partei zur stärksten Kraft. Diese Partei trägt den Namen Verfassungsschutz und wird als „gesichert rechtsextremistisch“ bezeichnet.
Der Hauptfokus liegt nun auf der Wahlen. Die Alternative für Deutschland (AfD) hält einen Eindrucksvollen 43,8 Prozent der Stimmen. Das ist der Höchstwert, den eine Partei in den Landtagswahlen der letzten zehn Jahre erreicht hat. Die Christlich Demokratische Union (CDU) verliert an Einfluss und hat etwa die Hälfte der Stimmen, insgesamt 17,2 Prozent. Später folgen die Sozialdemokraten (SPD), Grüne, Die Linke und die Bürgerbewegung Sachsen-Anhalt (BSW).
Die BSW könnte sich als entscheidender Faktor bei der Zusammensetzung der neuen Regierung herausstellen. Mit genau 5,3 Prozent der Stimmen hält sie die Sperrklausel. Die fünf Sitzverteilungen würden ihr die Möglichkeit geben, fünf Mandate zu sichern. Im Vorfeld der Wahl erklärte Klara Wittig, die Spitzenkandidatin der BSW, in der ARD, dass sie möglicherweise mit der AfD kooperieren könnte, basierend auf „Inhalten“. Bislang jedoch wurde eine solche Koalition abgelehnt.
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