Millionen Daten geleakt: Hackerangriff könnte größere Folgen haben als bisher gedacht
Rund 1,44 Millionen Dateien der Berliner Verwaltung stehen seit Freitag im Darknet. Das Ausmaß könnte viel weitreichender sein als angenommen. Warum Politiker und Experten scharfe Kritik äußern.
Ein Datenleck im Umfang von 1,44 Millionen Dateien mit einem Volumen von 5,8 Terabyte könnte erhebliche Folgen für die Berliner Verwaltung und die Bundesregierung haben. Die Hackergruppe Rhysida forderte 30 Bitcoin, was etwa zwei Millionen Euro entspricht, und veröffentlichte die Daten, nachdem der Senat sie keine drei Tage später freigegeben hatte.
Neben personenbezogenen Daten wie Scannreisepässen und Arbeitsverträgen könnten auch sensible Informationen zu kritischer Infrastruktur und der Sicherheit von Bund und Ländern gefallen sein. Dazu könnten Informationen zu Heizkraftwerken, Tanklagern, Notstromanlagen, Gefängnissen, Wasserwerken und Rüstungsunternehmen gehören. Der Grüne-Fraktionsvize Konstantin von Notz hat das Leck als "echtes Daten-Super-GAU" bezeichnet und fordert mögliche personelle Konsequenzen und eine direkte Mitschuld der Bundesregierung.
IT-Experte Manuel Atug warnte vor grober Fahrlässigkeit des Landes Berlin und hoffte, dass das Land nach der Analyse möglicher Sicherheitsrisiken Maßnahmen zum Schutz der militärischen Sicherheit ergreifen würde.
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