Studie: Zahl der großen Insolvenzen steigt auf Rekordniveau
Besonders in der Automobilbranche geben viele Unternehmen auf. Im ersten Halbjahr wurden darum trotz der konjunkturellen Lichtblicke deutlich mehr große Insolvenzen registriert.
Deutsche Unternehmensinsolvenzen erreichten in diesem Halbjahr einen Rekordhöchststand, wie eine neu veröffentlichte Studie zeigt. Der Kreditversicherer Allianz Trade meldete 33 Großinsolvenzen von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro. Das ist eine Zunahme von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Allianz Trade CEO Milo Bogaerts erklärte, dass dieser Negativtrend, der 2025 auf einem Rekordhöchstwert von 94 Insolvenzen endete, fortgesetzt habe. "Es gibt auch 2026 keine Verschnaufpause bei den Großinsolvenzen", sagte er. "Der Negativtrend aus dem Vorjahr verfestigt sich. Das ist ein Warnsignal für die deutsche Wirtschaft."
Bogaerts argumentierte, dass der Anpassungsdruck in vielen Branchen weiter enorm sei und dass großangelegte Insolvenzen häufig komplexe Wertschöpfungsketten betrifften. "Fällt ein Marktteilnehmer dieser Größenordnung aus, geraten oftmals auch Zulieferer, Dienstleister und andere Geschäftspartner unter Druck", hieß es.
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