„Innovation For All“: IFA-Flops: Von 3D-Brillen bis zu smarten Wasserkochern
Viele Innovationen auf der IFA galten als Zukunftstrend – doch manche verschwanden schnell wieder. Welche Technik sich nicht durchsetzte und warum.
Die Internationale Funkausstellung (IFA) hat immer wieder als Bühne für bahnbrechende Erfindungen gedient, aber auch für technische Misserfolge. Vom ersten elektronischen Fernsehen im Jahr 1931 bis zur CD im Jahr 1981 erwies sich die IFA oft auch als Schauplatz von Techniken, die kaum jemandem gefallen. Eine der erbärmlichsten Niederlagen war das Video 2000-System, das von Philips und Grundig 1979 vorgestellt wurde und kurz danach aufgrund des aggressiven Lizenzierens des VHS-Systems durch JVC und Matsushita zum Scheitern verurteilt war.
Ebenso tragisch verlief das Schicksal der Digital Compact Cassette, das 1991 von Philips vorgestellt wurde, als es von SONYs MiniDisc und dem MP3-Format überschattet wurde. Der Fernsehstandard D2-MAC, der 1985 auf der IFA präsentiert wurde, sollte analoges Breitbild im Kinoformat 16:9 erzeugen, doch wurde er durch digitale Kompression weltweit überschattet.
Der 3D-Fernsehstandard war ebenfalls ein Scheitern, wobei die flackernden Brillen, Kopfschmerzen und die mangelnde Verfügbarkeit von Inhalten dazu führten, dass die Hersteller die 3D-Monitore schnell wieder aus dem Programm stiegen. Selbst gebogene Bildschirme, die auf der IFA präsentiert wurden, erwiesen sich als Scheitern, da sie für die meisten Zuschauer eine unnötige Übung waren und nicht zum gewünschten immersiven Kino-Erlebnis führten.
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