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Europas größter Autobauer: Überraschende Einigung bei VW - aber Fragen bleiben

Der Aufsichtsrat vermeidet die befürchtete Eskalation, Arbeitgeber und Arbeitnehmer betonen demonstrativ Gemeinsamkeiten. Doch in der Fläche sieht es anders aus.

Europas größter Autobauer: Überraschende Einigung bei VW - aber Fragen bleiben

Ein überraschendes Abkommen im Aufsichtsrat von VW hat die Einrichtung eines umfassenden Sparpakets mit dem Ausschluss von Zehntausenden Arbeitsplätzen ausgelöst. Dies hat zu Skepsis und Kritik an den betroffenen Standorten geführt. Das Oberbürgermeisteramt von Hannover äußerte sich "extrem frustriert" unter Bezugnahme auf eine "Rückgängigung".

Emden unterstrich die Unklarheit für die Beschäftigten und nannte die kommenden Wochen als schwierig. Demgegenüber sprach sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer für das Werk in Zwickau optimistisch. Dennoch gab es nach den Beschlüssen des Aufsichtsrats am Donnerstagabend keine Entwarnung für vier Werke. Die Zukunft der vier betroffenen Standorte ist bis jetzt unklar.

Es ist sicher, dass keine wettbewerbsfähige Folgebelegung ab 2031 bis 2034 für die vier Standorte, einschließlich Hannover, Emden und Zwickau sowie der Audi-Werk in Neckarsulm, gewährleistet werden kann. Ein Konzept für die europäischen Werke, das Ende Juni 2027 vorliegen soll, sieht alternative Verwendungsmöglichkeiten für die vier genannten Standorte vor.

Auf der Börse richtete sich die Einigung sehr gut, also stieg der Wert der VW-Vorzugsaktien fast 10 Prozent im Dax. Das Ziel von Volkswagen CEO Oliver Blume ist es, den Europas größten Autobauer effizienter und sparsamer aufzustellen, um der wettbewerbsstärkeren Konkurrenz aus China zu trotzen. Somit muss der Personalabbau wieder um etwa 50.000 Stellen erfolgen.

Wie von dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies mitgeteilt, könnten etwa 25.000 davon in Deutschland wegfallen. Dies stellt einen erheblichen Schlag für einen der wichtigsten deutschen Konzerne dar, der Ende 2025 in Deutschland etwa 284.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Zustimmung zum Zukunftsplan 2030 des Vorstandes soll einen nachhaltigen und langfristigen Erfolg des Unternehmens sichern.

Der Plan soll die Voraussetzungen für eine leistungsfähigere, wettbewerbsstärkere und zukunftsorientierte Volkswagen Group und ihre Marken schaffen. Nachdem vor einer Woche ein wochenlanger Streit zwischen Arbeitnehmervertretern und dem Vorstand geführt worden war, gab es nun einen demonstrativen Schulterschluss zwischen Kapitalseite und Arbeitnehmer im Aufsichtsrat.

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