Führungskräfte: Hochqualifiziert, erfolgreich, arbeitssuchend – Vier Betroffene berichten
In der Krise finden auch Menschen, deren Karrieren bislang steil nach oben gingen, keinen Job mehr. Vier Betroffene erzählen, vor welche Herausforderungen sie das stellt.
In Deutschland, es war lange der Glaube, dass solche Personen wie Lukas Meier* eine Arbeit finden würden. Doch der Arbeitsmarkt hat sich wandelnd. In der aktuellen Wirtschaftsflaute gehen viele Unternehmen weniger neue Mitarbeiter ein und schrumpfen bereits Arbeitsplätze. Laut IAB wurden im Industrie Bereich allein 15.000 Jobs in einem Monat verloren.
Auch hochqualifizierte Akademiker, Führungskräfte und Manager sind betroffen. In einem Jahr stieg die Zahl arbeitslos gemeldeter Führungskräfte in allen Branchen um 14 Prozent. Zudem ist der Anteil von Akademikern, die länger als ein Jahr arbeitslos bleiben, gestiegen. Auf der Jobplattform LinkedIn startete das Handelsblatt einen Aufruf, der von über 100 Betroffenen besucht wurde.
Sie sind hochqualifiziert, führten Teams und hatten manche sogar C-Level Positionen. Viele wurden gekündigt oder hatten einen Aufhebungsvertrag angeboten. Viele von ihnen waren zwischen 50 und 60 Jahre alt. Vier davon erzählen hier von der langen Jobsuche und den Herausforderungen.
Lukas Meier hat eine beeindruckende Lebenslauf. Er begann vor 30 Jahren bei einem Großkonzern und übernahm später unterschiedliche Führungspositionen bis hin zu Finanzvorstand in einem Großhandelsunternehmen mit rund 500 Beschäftigten. Sein Jahresgehalt betrug 400.000 Euro. Ende 2024 endete sein Vorstandsvertrag, auf den er sich nicht verlangte.
Meier dachte, er würde sich mal um etwas anderes bemühen, aber die Suche ist extrem zeitaufwendig. Er hat allerdings Glück, finanziell abgesichert zu sein, muss aber diesen Lebensstil vielleicht mit 50 Jahren aufgeben. Er fragt sich, was er dann mit seiner Zeit machen soll.
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