Konjunktur: DIW sieht Wirtschaft vor Trendwende - Prognosen erhöht
Starke Exporte und Robustheit trotz Ölpreisschock: Die deutsche Wirtschaft schlägt sich besser als gedacht. DIW und Bundesbank werden beim Blick nach vorn optimistischer. Doch es gibt auch Warnungen.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum für die kommenden zwei Jahre erheblich überhöht. Nach einer starken ersten Jahreshälfte rechnet das Institut mit einem Wachstum von 1,2 Prozent im Jahr 2026 und 1,0 Prozent im Jahr 2027. Dies ist mehr als das Doppelte der Prognose aus Juni, die nur ein Mini-Wachstum von 0,5 Prozent für das Jahr erwartete.
Die Verbesserung wird hauptsächlich auf starke Exporte und einen geringeren Energiepreisschock nach dem Iran-Krieg zurückgeführt. Auch die Bundesbank ist optimistischer und sagt für 2026 ein deutlich stärkeres Wachstum als bisher prognostiziert. Das Wachstum bleibt jedoch nicht sehr hoch und ist fragil, da private Investitionen nicht ausreichen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit Deutschlands nachhaltig zu stärken.
Bundesbank-Präsident Joachim Nagel warnte vor dem Erstarken populistischer Parteien und betonte die Wichtigkeit eines starken Euro für den deutschen Wohlstand. Christian Sewing, Chef von Deutsche Bank, warnte ebenfalls vor der Abschottung und Nationalismus, die er als kontraproduktiv für Deutschland ansieht.
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