Drohender Jobverlust: Vorsicht, Falle! Wie Führungskräfte ihre schleichende Degradierung erkennen – und gegensteuern
Wenn Arbeitgeber unliebsame Manager ohne hohe Abfindungen loswerden wollen, greifen sie oft zu Tricks. Die wichtigsten Warnsignale und juristischen Gegenmaßnahmen.
Arbeitgeber werden zunehmend auf subtile Weise Mitarbeiter aus dem Unternehmen drängen, ohne es offiziell bekannt zu geben. Diese verdeckte Degradierung kann Unternehmen helfen, hohe Abfindungs-Gebühren zu vermeiden. Ein Berliner Arbeitsrechtexperte, Christoph Abeln, hat drei Warnzeichen für solche schleichenden Entlassungen aufgelistet.
Zuerst sollten Arbeitnehmer darauf achten, ob ein Beförderung in einen Geschäftsführerstitel automatisch mit einem Verlust des Kündigungsschutzes verbunden ist. Viele Manager übersehen diesen wichtigen Punkt, wenn sie ihre Karriere zum nächsten Level bringen. Sobald ein Manager den neuen Vertrag unterschreibt, verlieren sie alle Rechte, Boni und Abfindungen.
Auch die Installation einer Doppelspitze kann eine Form der Entmachtung sein. Wenn eine erfahrenere Person plötzlich neben einem erfahrenen Kollegen gestellt wird, kann das eine Warnung sein. Der neue Co-Chef könnte sich direkt am Chef anschließen und Beobachter einsetzen, um die Leistung der eigenen Mitarbeiter zu messen.
Schließlich könnten auch Aussiedlungen ins Ausland eine Methode der Entmachtung sein. Mit zunehmendem Alter werden Arbeitskräfte oft nach Indien oder anderen Ländern versetzt, um dort deutsche Qualitätsstandards sicherzustellen. Wenn der Versetzung die eigentliche Entmachtung folgt, kann es zu Arbeitslosigkeit kommen.
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