CO2-Emissionen: TU München wirft EU falsche Klimavorgaben für Autos vor
Wissenschaftler der TU München werfen der EU „Fehlsteuerung“ bei den Klimazielen für Autos vor. Sie kritisieren mehrere Punkte bei der Regulierung.
Wissenschaftler der Technischen Universität München (TU München) haben die Europäische Union (EU) darauf hingewiesen, dass sie den Herstellern von Autos dabei richtet, die Klimaschutzvorgaben in die falsche Richtung zu bringen. In einem neuen Weißbuch fordern die Forscher eine umfassendere Berücksichtigung der CO2-Emissionen im gesamten Lebenszyklus eines Autos, vom Bau bis zur Wiederverwertung, anstelle der bisherigen Konzentration auf die Emissionen während des FahrzeugsBetriebs.
Präsident von TU München, Thomas Hofmann, forderte eine "Technologieoffenheit", um den Unternehmen Innovationsmöglichkeiten zu ermöglichen. Die Kritik der Wissenschaftler richtet sich darauf, dass die EU-Klimavorgaben für Autos die CO2-Emissionen bei der Herstellung nicht berücksichtigen, was zu einer Unterschätzung der Klimafreundlichkeit oder -schädlichkeit der Produktion führt.
Ohne eine grundlegende Revision würde die EU nach Einschätzung die 2030-Reduktion der CO2-Emissionen von Neuwagen um 55 Prozent nicht erreichen. Das Bundesumweltministerium reagierte kritisch und hob die bereits bestehenden EU-Regeln hervor, die sich auf eine klimafreundlichere Produktion von Elektroautos konzentrieren.
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