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Globale Bestandsaufnahme: Bericht: Korallenriffe haben kaum noch Zeit zur Erholung

Die bisher größte globale Bestandsaufnahme zeigt: Korallen sind weltweit wegen immer häufigerer Bleiche-Ereignisse stark unter Druck. Zwar können Riffe sich erholen – doch dafür brauchen sie Zeit.

Globale Bestandsaufnahme: Bericht: Korallenriffe haben kaum noch Zeit zur Erholung

Die weltweite Korallenriffe haben in den letzten Jahren zunehmend unter Druck geraten, wie ein neuer Bericht der Global Coral Reef Monitoring Network (GCRMN) zeigt. Insgesamt sanken die weltweiten Steinkorallen um beinahe 9,5 Prozent im Vergleich zu den Durchschnittswerten von 1980 bis 2009. Seit 1998 verloren die Riffe durch marine Hitzewellen vier große Bleiche-Ereignisse das sichtbare Korallenpolypen und blieben in einem extrem geschwächten Zustand.

Jedes Ereignis führte zu erheblichen Verlusten, wobei der Rückgang beim vierten Ereignis im Zeitraum 2023/24 bei 8,9 Prozent lag. Die Wissenschaftler warnen, dass die Riffe zunehmend keine Zeit zur Erholung haben, da die Erholungsphasen zwischen Bleiche-Ereignissen immer kürzer werden. El Niño, ein Klimaphänomen, könnte die Erholungsphase vieler betroffener Riffe noch kürzer machen.

Korallenriffe sind von großer Bedeutung, da sie Lebensraum für mindestens ein Viertel der Meeresarten bieten und für rund 104 Millionen Menschen, die in ihrer Nähe leben, für Ernährung, Einkommen und Küstenschutz von großer Bedeutung sind. Um die Riffe zu erhalten, sind deutliche Verringerungen der Treibhausgasemissionen sowie Maßnahmen gegen lokale Belastungen wie Überfischung und schlechte Wasserqualität erforderlich.

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