Autobauer: Wie Mary Barra General Motors umbaut – und zu Trumps Liebling aufsteigt
Einst attackierte US-Präsident Trump General Motors, heute lobt er Konzernchefin Barra auf offener Bühne. Denn der Autobauer investiert Milliarden in die heimische Fertigung – nicht ohne Risiko.
Am Montag im Juli betrat US-Präsident Donald Trump das Testgelände des General Motors Autobauers in Milford, Michigan, als erster anliegender Präsident. Er lobte die Chefin des Konzerns Mary Barra und deren Team für das Comeback der Firma, wie es nur wenige Unternehmen im Automobilsektor gelungen sind. Trump erwartete von Barra, dass sie Maßnahmen umsetzt, die ihm wichtig sind: GM lässt Teile seiner Produktion in die USA verlagern, baut die heimische Produktion von Pick-ups und SUVs und investiert Milliarden in die US-Werke.
Dies soll teilweise den bevorstehenden Zollstreit mit Kanada abmildern, bei dem jede Produktion aus Kanada in die USA vor Zöllen geschützt wird. Mary Barra gab in Milford bekannt, dass GM 2026 mehr als 16 Milliarden Dollar in die USA für Fertigung und Forschung investiert, davon rund neun Milliarden für die Produktion. GM konzentriert sich vor allem auf Modelle mit hoher Margen.
Der Konzern plant, ab 2027 große benzinbetriebene SUVs und leichte Pick-ups in Orion, Michigan, herzustellen, die Verbrennerversion des Equinox in Fairfax, Kansas, sowie den Blazer in Spring Hill, Tennessee. Gleichzeitig wird die Elektroproduktion in Detroit zu einem reinen E-Auto-Werk. Dies könnte die Folgen für Mexiko haben, da die Herstellung von Blazer und Equinox in Ramos Arizpe und San Luis Potosí auf USA verlegt werden soll.
Es wurden bisher keine Werksschließungen oder Entlassungen angekündigt, aber die Verschiebung könnte die mexikanischen Werke in Kanada beeinträchtigen.
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