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Ernährungsinitiative: «Die Schweizer können weiter so viel Fleisch essen, wie sie wollen»

Die Gegner der Ernährungsinitiative warnen vor einem «Vegan-Zwang». Diese Behauptung sei falsch – und auch sonst seien die meisten Argumente irreführend, sagt der Ökonom Felix Schläpfer.

Ernährungsinitiative: «Die Schweizer können weiter so viel Fleisch essen, wie sie wollen»

Die Ernährungsinitiative in der Schweiz strebt einen Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent an, was bedeutet, dass die meisten Kalorien, die die Schweizerinnen und Schweizer zu sich nehmen, in der eigenen Nation produziert werden sollen. Die Initiative befürwortet dies jedoch nicht durch Zwang, sondern durch Förderung der lokalen Produktion.

Der Ökonom Felix Schläpfer hat darauf hingewiesen, dass die Initiative keinen "Vegan-Zwang" bedeutet. Stattdessen hat sie das Ziel, den Fleischkonsum der Schweizerinnen und Schweizer nicht zu verändern, sondern die Produktion von tierfreundlichen Lebensmitteln auf lokalen Flächen zu erhöhen. Dies könnte erreicht werden, indem der Anteil an Futtermittelanbau auf den Feldern gesenkt und mehr Pflanzen angebaut werden, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind.

Wenn dies der Fall ist, könnte sich der Selbstversorgungsgrad erhöhen, da aus einer bestimmten Fläche mehr Kalorien durch Pflanzen produziert werden können als durch Tierfutter. Auch der Import von Fleisch aus anderen Ländern wäre möglich, ohne die Umweltprobleme, die mit der Fleischproduktion verbunden sind, ins Ausland zu verlagern.

Die Schweizer Landwirtschaft ist zwar ökologisch nicht ideal, aber ihre Standards sind im Vergleich zu anderen Ländern besser. Wenn mehr Fleisch importiert wird, dürfen die Schweizerinnen und Schweizer von niedrigeren Preisen profitieren, da Fleisch in der Schweiz rund doppelt so teuer ist wie im Ausland. Es wäre jedoch auch eine Ersatzkosten für pflanzliche Produkte zu erwarten, die aus dem eigenen Land eingeführt würden.

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