Cyberkriminalität: Russischsprachige Hacker nutzen KI-Assistenten für Angriffe – Deutsche Firma betroffen
Bei den Attacken umgingen Cyberkriminelle Sicherheitsvorkehrungen, indem sie der KI eine Testumgebung vortäuschten. Experten warnen, dass Angriffe dadurch erheblich beschleunigt werden.
Russischsprachige Hacker haben jüngst Cyberangriffe auf einen deutschen Hersteller und sechs weitere Unternehmen durchgeführt, indem sie den auf Technologie von Anthropic basierenden Programmierassistenten „Cursor“ nutzten. Die Opfer waren Teckentrup, ein belgisches Chemieunternehmen sowie Firmen in den USA, Schottland, Italien und Argentinien.
Die Ransomware-Gruppe "Aur0ra" wurde vermutet. Die Hacker verliefen die Sicherheitsvorkehrungen der KI, indem sie vortäuschten, es handele sich um eine Simulation. Durch die KI wurden Hunderte von Aktionen ausgeführt, darunter der Einsatz eines bekannten Schadprogramms bei dem Angriff auf Teckentrup, dessen Erfolgschance als "sehr hoch" bewertet wurde.
Eyal Sela von Gambit erklärt, dass Cyberkriminelle durch solche Werkzeuge erheblich an Vorteil sind, da sie viele manuelle Schritte überspringen können und so 30 bis 50 Prozent schneller arbeiten. Die verwendete Technik stammt vom Modell Claude Sonnet 4.5 des Anbieters Anthropic. Die Vorfälle verdeutlichen die Risiken der Technologie, da KI-gestützte Hackerangriffe die Norm werden, wie Gambit-Strategiechef Curtis Simpson anführt.
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