Dax aktuell: Nach Nvidia ist vor Jackson Hole – Dax knüpft an Trendwende an
Der deutsche Leitindex setzt sich oberhalb von 26.000 Punkten fest. Die Zahl der Käufer ist dieser Tage gering. Allerdings wollen noch weniger Investoren derzeit verkaufen.
Der deutsche Aktienmarkt, der Dax, hat seine Grundlagen gestärkt und den Trendwende-Verlust stoppt. Am Donnerstag lag der Dax bei 26.355 Punkten, ohne einen signifikanten Unterschied gegenüber dem Vortag zu zeigen. Damit hatte der Dax die Trendwende geschafft und hatte kurzzeitig sogar unter 26.000 Punkte gefallen, was erstmal im Börsenmonat August vorkam.
Die schwächste Phase scheint nun überwunden zu sein, da der Index wieder deutlich über der runden Marke von 26.000 Punkten gefallen ist. Das bisherige Rekordhoch von 26.573,50 Punkten wurde am 12. August erreicht. Obwohl das Niveau stark gestiegen war, gab es in der Folge kaum größere Gewinnmitnahmen. Das aktuelle Handelsumfeld zeichnet sich durch Zurückhaltung aus, mit nur wenigen Händlern, die auf dem aktuellen Niveau verkaufen wollen.
Der Kaufwilligenanteil ist etwas höher, aber auch niedrig. Das Handelsvolumen ist seit nunmehr drei Wochen deutlich unter dem bisherigen Jahresdurchschnitt. Die Nvidia-Zahlen haben den Dax nur geringfügig beeinflusst. Nvidia, der bisher wertvollste Konzern der Welt, hat nach der US-Börsenschluss seine Bilanz vorgelegt und die Umsatz- und Gewinnerwartungen übertroffen.
Dennoch sind die Auswirkungen auf den Gesamtmarkt eher gering. Futures in den USA deuten auf einen ruhigen Handelsstart hin, und die Effekte auf die asiatischen Märkte waren ebenfalls überschaubar. Die wichtigsten Termin an diesem Tag wird das Notenbankerforum in Jackson Hole, Wyoming, das für seine weitreichenden geldpolitischen Signale bekannt ist.
Eine Rede des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh wird am Nachmittag vorgesehen, was jedoch schwerlich zu neuen Orientierungspunkten für die Märkte führen wird. Chip-Aktien wie Infineon und Aixtron profitieren im Dax von Quartalsbilanzen in den USA, während die Deutsche Bank ihre jüngsten Gewinne knapp unter 35 Euro behauptet und die Commerzbank-Aktien leicht unter Druck geraten.
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