USA: Rückzahlung von US-Zöllen: Wer davon profitiert – und wer sie weiterreicht
Nach einem Urteil des Supreme Court müssen die USA zu Unrecht erhobene Zölle in Milliardenhöhe erstatten. Welche deutschen Firmen unverhofft Geld zurückbekommen – und was sie damit tun.
Am 20. Februar kippte der Oberste Gerichtshof der USA einen Teil der umstrittenen Zölle, wobei es sich für US-Präsident Donald Trump um seine erste Niederlage dieses Jahres handelte. Deutsche Unternehmen, die bereits in den vergangenen Wochen deutlich bessere Ergebnisse meldeten, profitierten von millionenschweren Zollrückerstattungen aus den USA.
So gingen plötzlich Millionenbeträge in den Quartalszahlen ein, die nicht direkt mit dem operativen Geschäft zusammenhingen. DHL, beispielsweise, musste den größten Teil des erhaltenen Geldes an seine Kunden weiterreichen. Im Jahr 2026 hat DHL allein 416 Millionen Euro Zollrückerstattungen in Form von Euro verbucht. Die US-Zollbehörde CBP hat bereits 129 Milliarden Dollar zur Bearbeitung akzeptiert.
Unternehmen können die Summen über ein Onlinesystem zurückfordern, das von der Zollbehörde eingerichtet wurde. Die auf IEEPA gestützten Abgaben wurden jedoch für rechtswidrig erklärt. Nur ein kleiner Teil der umfangreisen Summe betrifft deutsche Unternehmen und ursprünglich geht das Geld an den Importeur zurück, der den Zoll ursprünglich an die US-Regierung abgeführt hatte. DHL hat bisher die größte Rückzahlung erhalten, mit 416 Millionen Euro.
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