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Sabotage und Datenklau: Firmen erleben häufiger Angriffe ausländischer Geheimdienste

Cyberangriffe und Industriespionage kosten deutsche Unternehmen jedes Jahr Milliarden. Zugenommen haben laut einer Umfrage Attacken staatlicher Akteure. Vor allem Russland und China stechen heraus.

Sabotage und Datenklau: Firmen erleben häufiger Angriffe ausländischer Geheimdienste

Deutsche Unternehmen erleben seit zwölf Monaten häufigere Angriffe ausländischer Geheimdienste, wie es das IT-Branchenverbundes Bitkom berichtet. 37 Prozent der Opfer weisen einen ausländischen Nachrichtendienst als Verursacher der Angriffe nach, verglichen mit 28 Prozent im Vorjahr. 62 Prozent der Betroffenen waren Opfer krimineller Banden, ein Rückgang von sechs Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

8 Prozent erlitten Angriffe durch Kunden oder Lieferanten. Der Schwerpunkt liegt auf der Rüstungsindustrie, die ausgespäht wird, wie Sicherheitsbehörden. Die Sicherheitsbehörden befürchten eine erhöhte Gefährdung, insbesondere durch Industriegespäh und Verkehrswege, Energieunternehmen und kritische Infrastrukturen. Russland beschäftigt sich verstärkt mit Industriespionage und versucht, durch Spionage Lücken in der technischen Infrastruktur zu füllen.

China richtete sich früher auf Industriespionage, setzt nun auch politische Informationen an. Der Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst weiß: "Die Spur führt immer weiter nach Osten." 52 Prozent der Opfer vermuteten, dass der Angreifer aus China kam, während 49 Prozent davon ausgegangen wird, dass er sich in Russland aufhielt. Der Bundesverfassungsschutz weist bereits seit einiger Zeit auf eine Gefährdung hin, da einige staatliche Akteure in Russland kriminelle Hacker bedienen.

Der Anteil der Firmen, die von osteruropäischen Nicht-EU-Staaten attackiert wurden, betrug 34 Prozent, die von Deutschland 12 Prozent. 26 Prozent erlebten Angriffe aus anderen EU-Ländern, 27 Prozent aus den USA.

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