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Aus für insolventen Arzneihersteller R-Pharm

EU-Sanktionen und russische Gegenmaßnahmen führten wohl zur Insolvenz im März. Die Suche nach neuen Investoren war nicht erfolgreich

Die insolvente deutsche Tochtergesellschaft des russischen Medikamentenherstellers R-Pharm, R-Pharm Germany, sieht sich einer Pleite gegenüber. 280 Mitarbeiter verlieren damit ihren Arbeitsplatz. Eine Suche nach einem rettenden Investor war im Laufe von Monaten erfolglos. Der letzte Übernahmeinteressent konnte nicht nachweisen, dass er über eine gesicherte Finanzierung verfügt. R-Pharm Germany ist seit 2014 Tochter des russischen Konzerns R-Pharm.

Der Hauptgrund für den Insolvenzverfahren ist die Bundesmittelverhängung durch die EU aufgrund des Krieges in der Ukraine und die russischen Gegenmaßnahmen. Die Geschichte des Unternehmens reicht bis ins Jahr 1860 zurück, als die Produktion in Illertissen von Ulmer Unternehmer Heinrich Mack eröffnet wurde. In den ersten Jahrzehnten produzierte das Unternehmen Seife und Drogerieartikel, unter anderem das Produkt „Kaiser Borax“, das als Hautpflegeprodukt verwendet wurde.

Der Insolvenzverwalter Markus Fröhlich hat eine kurzfristig ausgehandelte Sozialplanung mit dem Betriebsrat durchgeführt. Nur 50 bis 60 Mitarbeiter sollen für die Abwicklung der Unternehmen befristet weiterbeschäftigt werden. Ein potenzieller Käufer hätte neben dem Kaufpreis erhebliche zusätzliche Mittel bereitstellen müssen, um den Betrieb wieder in Schwung zu bringen und neue Kunden zu gewinnen.

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