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Vermögen: Bin ich schon reich oder nicht? Dieser Rechner liefert Ihnen die Antwort

Trotz Inflation zeigen aktuelle Daten, dass die Vermögen in Deutschland gewachsen sind. Der Handelsblatt-Rechner zeigt Ihnen, wo Sie im Vergleich zur deutschen Bevölkerung stehen.

Vermögen: Bin ich schon reich oder nicht? Dieser Rechner liefert Ihnen die Antwort

Die Frage, ob jemand reich ist oder nicht, bleibt umstritten. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, wie man Reichtum definiert und wie man ihn misst. Ein Rechner, der von dem Handelsblatt entwickelt wurde, ermöglicht es den Menschen, ihren eigenen Reichtumsstatus zu berechnen. Dabei berücksichtigt der Rechner die persönliche Definition von Reichtum.

Laut aktuellen Daten der Deutschen Bundesbank sind in allen Bevölkerungsgruppen in den Jahren 2010 bis 2023 das Vermögen gestiegen, selbst wenn man die Inflation berücksichtigt. Die positiven Trends stammen nach den Auskündigungen von Judith Niehues von der Institut der deutschen Wirtschaft (IW), von zwei Faktoren. Zum einen sparten viele Deutsche in den Jahren vor der Coronapandemie und bauten ihr Vermögen auf.

Zum anderen haben Investitionen wie Aktien und Immobilien trotz der Niedrigzinsphase einen Anstieg verzeichnet, der weit über das Niveau der Inflation hinausging.

Die oberen zehn Prozent des Vermögensstands besitzen bereits knapp 800.000 Euro. Selbst unter Berücksichtigung von Immobilien, Unternehmensanteilen und Lebensversicherungen sind die mit einem Korrekturfaktor berechneten Zahlen deutlich höher als die ursprünglichen Werte. Die deutsche Wissenschaft betrachtet den Korrekturfaktor als mögliche Erklärung dafür, warum Deutsche in internationalen Vergleichen oft weniger Vermögen aufweisen.

In einer Studie aus dem Jahr 2024 untersuchte Charlotte Bartels von der Universität Leipzig die Vermögensverteilung in Deutschland. Sie korrigierte die Daten jedoch für einen Fehler, bei dem Befragte oft ihr persönliches Vermögen unterschätzen. Die Daten zeigen, dass das durchschnittliche Vermögen der oberen 50 Prozent in der Vermögensverteilung in den Jahren 2002 bis heute gewachsen ist, wobei bei den oberen drei Prozent eine leichte Knickkurve zwischen 2011 und 2014 zu verzeichnen ist.

Der Grund für diesen Knick ist einerseits ein niedriger Abdeckungsgrad von besonders vermögenden Menschen in den Befragungen und andererseits ein stark gesteigertes Wert von Immobilien ab 2011. Die oberen zwei Prozent haben ihre Vermögen hingegen weitestgehend konstant gesteigert, was auf einen großen Anteil an Betriebsvermögen zurückzuführen ist. Die Vermögenswerte von Unternehmen haben trotz aller Krisen kontinuierlich zugenommen.

Ob das Wachstum der deutschen Vermögen in den kommenden Jahren weiterhin fortbesteht, ist fraglich. Die Wachstumsmuster von Betriebsvermögen und Immobilienpreisen haben sich stark verändert in den letzten Jahren. Wirtschaftsforscher warnen vor der Überbeurteilung der Daten und raten dazu, Risiken zu streuen und nicht ausschließlich in eine Firma oder Immobilie zu investieren.

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