Mittelmeer: Warum erneuerbare Energien für neue Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei sorgen
Athen und Ankara streiten über einen griechischen Raumordnungsplan für Wind- und Solarprojekte. Dahinter steht ein ungelöster Konflikt um die Seegrenzen in der Ägäis.
Der neue Raumordnungsrahmen Griechenlands, der erneuerbare Energien regelt, hat Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei ausgelöst. Die Türkei sieht in den Plänen Griechenlands eine Versuche, ihr Recht auf die umstrittene Ägäis zu festigen. Der türkische Außenminister sprach von "einseitigen Maßnahmen", doch Athen verstieß gegen diese Interpretation.
Der Streit zeigt, wie schnell solche Projekte geopolitische Spannungen entwickeln können. Der Rahmen schließt Gebiete für Windparks ein, schützt jedoch bestehende Projekte. Der Konflikt um erneuerbare Energien kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, als Ankara zwei nationale Meeresschutzgebiete ankündigte, die weit über die türkischen Territorialgewässer hinaus reichen.
Griechenland sieht dies als Verstoß gegen die UNO-Seerechtskonvention. Der Streit um erneuerbare Energien und Meeresschutzgebiete könnte den jahrzehntelangen Konflikt um die Hoheitszonen und Kontrollbefugnisse im östlichen Mittelmeer erneut eskalieren.
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