Lars Feld: Die Anzeichen für eine weltweite Finanzkrise mehren sich
Lange konnten sich hochverschuldete Staaten auf niedrige Zinsen und geduldige Anleger verlassen. Diese Zeiten scheinen vorbei. Jetzt droht eine globale Vertrauenskrise. Ein Gastbeitrag.
Die Anzeichen für eine weltweite Finanzkrise wachsen, wie Lars Feld ausführte. Diese Vertrauenskrise ist nicht das Ergebnis eines leeren Raums, sondern resultiert aus grundlegenden Störungen, die sich aus wirtschaftlichen Ungleichgewichten ergeben. Ein einzelnes Ereignis genügt, um die Krise auszulösen, wenn diese Störungen nicht begrenzbar sind.
Bruce Springsteen drückte dies ausdrücklich aus: Die Anzeichen deuten darauf hin, dass die bestehenden wirtschaftlichen Ungleichgewichte weltweit zu einer Finanzkrise führen könnten.
Aktuelle Nervosität auf den Märkten zeichnet sich durch den Finanzmarkt für Staatsanleihen aus, insbesondere angesichts übermäßiger Staatsverschuldung in Entwicklungsländern, darunter die USA und hochverschuldeten Länder des Euro-Raums, vor allem Frankreich sowie Japan. Diese Länder waren einmal Paradebeispiele für hohe Staatsverschuldung, doch die jüngsten Ereignisse haben Aufmerksamkeit erregt.
Eine der sensationellsten Maßnahmen war die Intervention des amerikanischen Treasury Ende Juli, um den Yen-Kurs zu stabilisieren und Staatsanleihen mit langen Laufzeiten durch kurzfristige Anleihen zu ersetzen. Diese Aktionen zeugen von der zunehmenden Nervosität im Finanzmarkt und geben Anlass zu Bedenken hinsichtlich einer möglichen globalen Finanzkrise.
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