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Beyond the obvious: Hier entscheidet sich die Machtfrage im digitalen Geldsystem

Im Podcast spricht Daniel Stelter darüber, warum die USA Stablecoins aktiv fördern, was das für Europa bedeutet und warum die EZB Gegenmaßnahmen blockiert.

Beyond the obvious: Hier entscheidet sich die Machtfrage im digitalen Geldsystem

Die Machtfrage im digitalen Geldsystem steht im Mittelpunkt der Diskussion über Stablecoins, wonach diese digitalen Währungen ihren Wert an stabilen Basiswährungen, meist traditionelle Währungen wie den US-Dollar oder Euro, binden. In einem informellen Treffen von EU-Finanzministern und Notenbankgouverneuren im Mai 2026 in Nikosia präsentierten Ökonomen Lucrezia Reichlin und Jeromin Zettelmeyer von Bruegel einen Vorschlag zur Reform der europäischen Stablecoin-Regulierung.

Die Europäische Zentralbank (EZB) lehnte diesen Vorschlag jedoch ab. Die USA hingegen setzen mit dem 2025 verabschiedeten US-Gesetz GENIUS Act (Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins Act) aktiv auf Dollar-Stablecoins. Bundesfinanzminister Scott Bessent betont den strategischen Zweck: "Wir werden dafür sorgen, dass der US-Dollar die dominierende Reservewährung der Welt bleibt, und wir werden dazu Stablecoins nutzen."

Diese Ansicht spiegelt die US-Politik widerspiegelt, die Stablecoins nicht als Kryptowährungszwang, sondern als Instrument zur Aufrechterhaltung der Währungsherrschaft und als zusätzlichen Käufer von US-Staatsanleihen sehen.

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